Hören/ hearing

 

Aus Wikipedia:

Musik ist eine Kunstgattung, deren Werke aus organisierten Schallereignissen bestehen. Zu ihrer Erzeugung wird akustisches Material, wie Töne und Geräusche innerhalb des für Menschen hörbaren Bereichs, geordnet. Aus dem Vorrat eines Tonsystems werden Skalen gebildet. Deren Töne können in unterschiedlicher Lautstärke bzw. Intensität, Klangfarbe, Tonhöhe und Tondauer erscheinen. Melodien entstehen aus der Abfolge von Tönen in einem zeitlich festgelegten Rahmen (Rhythmus). Aus dem Zusammenklang mehrerer Töne von jeweils anderer Tonhöhe erwächst Mehrstimmigkeit, aus den Beziehungen der Töne untereinander entsteht Harmonik. Die begriffliche Erfassung, systematische Darstellung der Zusammenhänge und deren Deutung leistet die Musiktheorie, mit dem Lehren und Lernen von Musik befasst sich die Musikpädagogik.

 

 

Nach den Fakten, einführende Wörter zu den musikalischen Ambitionen unserer Reihe. Wir sind musikvernarrt und musikabhängig, ohne Töne und Geräusche wäre unser Leben sad, very sad, terrible.

Seit nun mehr drei Jahren laden wir hervorragende Künstler in unserer langsam wachsenden Reihe ein, Räucherungen mit aussergewöhnlichen musikalischen Darbietungen zu verbinden. Wir sind allen Künstlern zutiefst dankbar, dass sie diese Herausforderung angenommen haben und bis hierhin Herzerwärmendes, Erinnerungswürdiges erschaffen haben.

 

 

Bezüglich unserer Auswahl, sind wir absolut strikt und völlig stilübergreifend: die Musik, egal ob Klassik, Jazz, World, Punk, Elektro, Reggae oder was auch immer, muss gut sein, echt. Die reale Erfahrung, das Belauschen der Konzertanten, die Suche nach dem Klang, des schon Gehörtem, des noch nie Gehörtem. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, und manchmal ist eine, wie auch immer geartete Dröhnung einfacher als: sich einlassen. Auf etwas, das spontan entsteht, bei dem Zusammenklänge erzeugt werden.

 

 

Pflanzen helfen. Wenn wir Wurzeln, Harze, Hölzer, Blätter, Blüten verbrennen, ihre ätherischen Öle freilassen, entsteht im Raum eine andere Temperatur, eine andere Wahrnehmung, ein anderes Verständnis.

Seit Jahrtausenden bedient sich die Menschheit in allen Breitengraden dieses Rituales. Es mag im kleinen Rahmen passieren, mit einem Räucherstäbchen. Die Ägypter haben bei ihren Feiern tonnenweise Weihrauch verräuchert, denken sie an die Weihrauchstrasse. Katholiken haben es für sich monopolisiert. Spiro, griechisch: ich atme. Spiritualität.

 

 

Musik besitzt manchmal, wenn man die Ohren offen hält, eine identische Kraft. Wenn Intensität, Klangfarbe, Tonhöhe und Tondauer auf uns wirken, wir eins mit den ausführenden Musikern werden, mit den im Raum schwingenden Tönen, dann entsteht: Verbindung.

Persönliche Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen. Alles andere, wie hier hoffentlich in den letzen Zeilen klärend dargestellt, ist nur ein Drumherum.

 

Der Turmbau zu Babel nach Lucas van Valckenborch