Incense of Music 75
Ein multisensorisches Konzert – Freitag, 18. September 2026, 20 Uhr
Steh am Rand des Lebens und spring ins Unbekannte
Yannis Despotakis: Schlagzeug, Sruti Box, Gesang
Die Dreizehn Monate
David Soyza: Vibraphon
Lisa Hoppe: Kontrabass, Gesang, Komposition, Konzept
PANDA Platforma in der Kulturbrauerei, Knaackstr. 97, 10435 Berlin
Tickets & InfosUralte Wurzeln und reine Improvisation – Yannis Despotakis springt ins Unbekannte. Dann neuinterpretieren David Soyza und Lisa Hoppe Erich Kästners Dreizehn Monate – Zeit, Natur und städtische Sehnsucht, gebrochen durch Klang und Duft. Die Reihe „Incense of Music" verbindet akustische Erfahrung mit olfaktorischer Wahrnehmung. Während des Konzertes werden zwei Essenzen verräuchert, die jeweils eigene geografische und spirituelle Räume eröffnen.
Diese Veranstaltung ist nicht für Menschen mit einer Empfindlichkeit gegenüber Rauch geeignet.
Steh am Rand des Lebens und spring ins Unbekannte
Eine klangliche Reise über den winzigen blauen Punkt, den wir unser Zuhause nennen – im Prisma uralter Traditionen und reiner Improvisation, mit der Trommel und der Stimme als Gastgeber, Begleiter und Befreier.
Die Dreizehn Monate
Jahr für Jahr vergeht, und plötzlich ist schon wieder Geburtstag. Schon wieder Weihnachten, Silvester, Sommerferien. Konstant und leise wiederholt sich die Natur, alle zwölf Monate. Oder sind es dreizehn, wenn wir dem Mond glauben wollen? Als „Großstädter für Großstädter" verfasste Erich Kästner dreizehn Gedichte über die Monate, und schrieb darin nicht nur über seine Sehnsucht nach der verlorenen Verbindung zur Natur, sondern auch über die Unbeugsamkeit der Zeit. Manches bleibt, auch wenn sich alles ändert. Wo stehen wir heute, mit Kästners Stadt-Natur-Beobachtungen? Inmitten des Klimawandels, im Schatten anderer Kriege, anderer Diskurse? Finden wir Verbindung zu unserem eigenen zyklischen Sein?
Künstler:innen
Yannis Despotakis — Schlagzeug, Sruti Box, Gesang
Yannis Despotakis. Geboren (auf natürliche Weise) in Athen/Griechenland. Seine Wurzeln liegen im Dreieck, das Piräus, Kreta und Istanbul (auch bekannt als Konstantinopel) verbindet. Schon in jungen Jahren zeigte er eine große Begeisterung dafür, auf alle möglichen Oberflächen zu schlagen und zu hämmern, indem er in der Küche seiner Mutter ein Paar Essstäbchen entdeckte. Er hat Workshops und Unterricht bei vielen bemerkenswerten Menschen erhalten, von denen jeder eine katalysierende Rolle in seinem bisherigen Weg der Selbstfindung gespielt hat. Er versucht stets, und meistens gelingt es ihm, nicht gezwungen zu werden, Dinge zu tun, die er nicht tun möchte. Er hat das Gefühl, dass seine Seele gesund bleibt, indem er herausfindet, was er wirklich will, denn das IST es. Er glaubt, dass eines der Dinge, die seiner Psychosynthese radikal geholfen haben, seine Beschäftigung mit dem traditionellen mongolischen Gesang (auch bekannt als Obertongesang – Khoomei) in den letzten zwölf Jahren ist, weil dies alle inneren Energiekanäle (auch bekannt als Chakren) reinigt und kristallisiert. Er kocht jeden Tag und sehr gut. 2007 lernte er den bemerkenswerten Hayden Chisholm (Nzl) kennen, und der Fall in den Kaninchenbau begann. Seit 2009 arbeiten Hayden und Yiannis intensiv zusammen. Die Flamme lodert immer noch, und der Kaninchenbau wird immer tiefer.
David Soyza — Vibraphon
David Soyza (Vibraphon, Komposition, Gesang) wurde 1994 in Hall in Tirol geboren und wuchs in Dornbirn (Österreich) auf. Die ersten musikalischen Erfahrungen sammelte er in verschiedenen Chören und Orchestern, u.a. bei Oskar Egle und Guntram Simma. Während der Schulzeit hatte er die Möglichkeit, in Unterricht und Workshops bei Florian King, Herbert Walser-Breuß, Wolfgang Lindner, Flip Philipp, Peter Madsen, Charly Bonat und Didi Konzett eine umfassende musikalische Grundbildung zu erhalten, die das Fundament für seine musikalische Laufbahn gelegt hat. Nach dem Abitur am Musikgymnasium in Feldkirch begann er im Oktober 2014 sein Bachelor Studium an der Hochschule für Musik in Nürnberg bei Roland Neffe. Zusätzlich zum Hauptfach hatte David auch Unterricht bei Klaus Graf, Steffen Schorn, Silke Straub und Reinette van Zijtveld-Lustig. Unter zahlreichen Workshops und Privatunterricht bei verschiedenen Dozent*innen waren vor allem das Erasmus Semester bei Jeffery Davis in Porto und ein dreitägiger Workshop mit Sullivan Fortner besonders inspirierend und prägend für seine weitere künstlerische Entwicklung. Im Sommer 2019 schloss er sein künstlerisch-pädagogisches Studium in Nürnberg ab. Seit Oktober 2019 studiert er am Jazz-Institut Berlin bei Julius Heise. Im Herbst 2017 erhielt David den DAAD Preis der HfM Nürnberg. Außerdem wurde er zusammen mit Veronika Morscher, Fabio Devigili, Andreas Broger, Benjamin Omerzell, Johannes Bär und Martin Grabher mit dem Kulturpreis des Landes Vorarlberg in der Sparte Jazz ausgezeichnet. Im Dezember 2019 erhielt David für seine besonderen Leistungen im Studium an der HfM Nürnberg den in Deutschland einzigartigen musikpädagogischen Preis der Patho-Stiftung. David lebt in Berlin und ist in Deutschland und Österreich in verschiedenen Projekten als Instrumentalist, Komponist und Sänger tätig.
Lisa Hoppe — Kontrabass, Gesang, Komposition, Konzept
Lisa Hoppe ist Kontrabassistin, Komponistin und Improvisatorin und lebt in Berlin. Ihre musikalischen Arbeiten umfassen eine Vielzahl von Genres und Nicht-Genres: Zwischen freier Improvisation, Jazz in all seinen Formen, moderner Kammermusik und Chanson ist sie stets bestrebt, die melodischen Qualitäten des Kontrabasses in einen zeitgenössischen Kontext zu stellen. Sie schreibt für Musiktheater und arbeitet mit verschiedenen Projekten in Deutschland und der Schweiz. Ihr Album „Faking An Imperfect Utopia" mit ihrer Band YSOP wurde 2024 für den Deutschen Jazzpreis nominiert.
Pflanzen
Rosmarin (Salvia rosmarinus, früher Rosmarinus officinalis) ist ein immergrüner, stark duftender Strauch aus der Familie der Lippenblütler. Er stammt aus dem Mittelmeerraum und hat nadelförmige, lederige Blätter, die oben dunkelgrün und unten weißlich-filzig sind. Von Frühling bis Sommer blüht er in zarten Blau-, Violett- oder Weißtönen. Rosmarin liebt sonnige, trockene Standorte und wird bis zu zwei Meter hoch.
Als Räucherwerk getrocknet entfaltet Rosmarin einen harzig-krautigen, leicht kampferartigen Duft. Er reinigt den Raum, klärt den Geist und fördert Konzentration sowie innere Stärke. In der traditionellen Räucherkunst wird er für Reinigungsrituale, Schutz und zur Stärkung des Gedächtnisses verwendet. Verbrannt wird er meist als lose Blätter oder mit anderen Kräutern gemischt auf einer Räucherkohle.
Lavendel (Lavandula angustifolia, auch Echter Lavendel genannt) ist ein immergrüner, stark duftender Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler. Er stammt ursprünglich aus den trockenen, sonnigen Regionen rund um das Mittelmeer. Die schmalen, graugrünen Blätter sind filzig behaart, und von Juni bis August blüht er in charakteristischen ährenförmigen Blütenständen in Violett-, Blau- oder Rosatönen. Lavendel wird etwa 30 bis 60 Zentimeter hoch und zieht Bienen und Schmetterlinge an.
Getrocknete Lavendelblüten verströmen beim Verbrennen einen süß-blumigen, beruhigenden Duft mit balsamischen Untertönen. Als Räucherwerk wirkt Lavendel ausgleichend, entspannend und schlaffördernd. Er wird traditionell bei Stress, Unruhe und Kopfschmerzen eingesetzt und soll die Seele beruhigen sowie negative Gedanken vertreiben. Verbrannt werden die getrockneten Blütenstände allein oder in Mischungen auf der Räucherkohle – auch als Duftsäckchen ist er beliebt.

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