Incense of Music 60

The Clarinet Trio

Ein multisensorisches Konzert – Freitag, 7. Februar 2025, 20 Uhr

Gebhard Ullmann: Bassklarinette

Jürgen Kupke: Klarinette

Michael Thieke: Klarinette, Altklarinette

Incense: Okoumé-Harz, Sibirisches Zirbenharz

PANDA Platforma in der Kulturbrauerei, Knaackstr. 97, 10435 Berlin

Wir freuen uns, das Klarinettentrio im Rahmen der Konzertreihe Incense of Music präsentieren zu dürfen. Seit über 25 Jahren begeistert dieses wegweisende Ensemble weltweit das Publikum mit seiner einzigartigen Besetzung – drei Klarinetten, pur und unverfälscht. Lassen Sie sich von den magischen Klängen des Klarinettentrios verzaubern, während die Luft erfüllt wird von den warmen, balsamischen Aromen von Okoumé-Harz und der würzigen Frische des sibirischen Zirbenharzes.

Für Gäste, die besonders empfindlich auf Rauch reagieren, ist der Besuch dieser Veranstaltung nicht empfohlen.

The Clarinet Trio

Wahrscheinlich der auffälligste Aspekt der Musik des Klarinettentrios ist die Instrumentierung: drei Klarinetten pur. Keine Streicher, kein Klavier, keine Perkussion. Ein Trio im klassischen Sinne, ohne Zugeständnisse an unterhaltende Spielereien. Die drei Musiker erschaffen Musik von starker atmosphärischer Dichte. Einzeln lang anhaltende Töne erscheinen aus dem Nichts. Das Klarinettentrio gilt seit 25 Jahren als eines der führenden Holzbläserensembles weltweit. 2022 veröffentlichte das Klarinettentrio zum 25-jährigen Jubiläum die sechste CD mit dem Titel „Transformations and Further Passages" – deutsche Jazz-Kompositionen aus den 1950er und 60er Jahren, u.a. von Albert Mangelsdorff, Karl Berger und Rolf und Joachim Kühn.

The Clarinet Trio

Foto: Barthelmes

Künstler:innen

Gebhard Ullmann — Bassklarinette

Gebhard Ullmann (*2. November 1957 in Bad Godesberg) ist ein deutscher Jazzmusiker, Multiinstrumentalist (Bassklarinette, Saxophone, Flöten) und Komponist. Er begann im Kindesalter mit der Blockflöte, studierte ab 1976 parallel zu einem Medizinstudium Flöte und Saxophon in Hamburg und zog 1983 als professioneller Musiker nach Berlin. Seither hat er rund 70 Alben als Bandleader, Co-Leader oder Komponist für renommierte Labels wie Soul Note, Leo Records, Between the Lines und Clean Feed veröffentlicht. Er tourte durch Europa, Afrika, den Nahen Osten sowie Asien und die Amerikas und lebte zeitweise sowohl in Berlin als auch in New York City. Zu seinen zahlreichen Projekten zählen Conference Call, Das Kondensat, das Quartett mikroPULS sowie das 1998 gemeinsam mit Jürgen Kupke und Michael Thieke gegründete Clarinet Trio.

gebhard-ullmann.com

Jürgen Kupke — Klarinette

Jürgen Kupke (*1960 im Vogtland) ist ein deutscher Klarinettist. Er studierte von 1977 bis 1981 Klarinette an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler" Berlin, war anschließend bis 1987 Soloklarinettist am Theater der Stadt Brandenburg und von 1987 bis 1991 Saxophonist und Klarinettist an der kleinen Bühne „Das Ei" am Berliner Friedrichstadtpalast. Seit 1992 arbeitet er freischaffend als Studio- und Theatermusiker, u.a. für das Deutsche Theater Berlin, das Berliner Ensemble und das Maxim-Gorki-Theater. Als einer der gefragtesten Klarinettisten Berlins bewegt er sich mühelos zwischen Klassik, Jazz und freier Improvisation. 1998 gründete er gemeinsam mit Gebhard Ullmann und Michael Thieke das Clarinet Trio. Er unterrichtet zudem an einer Musikschule in Berlin.

Michael Thieke — Klarinette, Altklarinette

Michael Thieke ist ein in Berlin lebender Klarinettist, Komponist und Performer, der in einem breiten Spektrum musikalischer Umfelder gleichermaßen zu Hause ist – wie experimentelle Songformen, Projekte kollektiven Komponierens, Improvisationskollektive und Musik an den Rändern des Jazz. Er erforscht die Feinheiten von Klang, Klangfarbe und Geräusch, wobei sein besonderes Interesse der Mikrotonalität und verwandten Klangphänomenen gilt. Er bevorzugt langfristige Kollaborationen und kollektive Arbeit – darunter The International Nothing, Voutchkova/Thieke Duo, The Pitch, Der lange Schatten, Splitter Orchester und The Clarinet Trio.

thieke.klingt.org

Räucherpflanzen

Okoumé-Harz
Okoumé-Harz

Okoumé-Harz stammt vom Okoumé-Baum (Aucoumea klaineana), einem hochwachsenden Baum, der in den Regenwäldern West- und Zentralafrikas beheimatet ist, vor allem in Gabun und Kamerun. Eine seiner Besonderheiten: Beim Erhitzen wird das feste Harz wieder flüssig – eine Eigenschaft, die es von vielen anderen Baumharzen unterscheidet.

Anders als klassische Räucherharze wie Weihrauch oder Myrrhe hat Okoumé-Harz vor allem eine industrielle Geschichte: Es wird traditionell zum Versiegeln von Holzoberflächen sowie in der Herstellung von Lacken und Beschichtungen verwendet, und das leichte, widerstandsfähige Okoumé-Holz selbst ist bis heute ein wichtiger Rohstoff im Boots- und Flugzeugbau Zentralafrikas. Erst in jüngerer Zeit findet das Harz aufgrund seines milden, balsamischen Duftes auch Eingang in Räuchermischungen.

Verbrannt entfaltet Okoumé-Harz einen sanften, warmen, leicht balsamischen Duft – zurückhaltender und weniger intensiv als viele andere tropische Harze, dafür angenehm unaufdringlich. Es eignet sich gut, um in Mischungen mit kräftigeren Harzen eine weiche, runde Basisnote beizusteuern.

Sibirisches Zirbenharz
Sibirisches Zirbenharz

Das Harz stammt von der Sibirischen Zirbe (Pinus sibirica), einer robusten Kiefernart, die in den eisigen Regionen Sibiriens wächst und dort seit Jahrhunderten für ihr widerstandsfähiges Holz und ihr wohlriechendes Harz geschätzt wird.

In der sibirischen und russischen Volksmedizin gehört das Harz seit Generationen zum festen Bestandteil der Hausapotheke: verarbeitet zu Salben und Tinkturen bei Atemwegsbeschwerden, Husten und Erkältungen, geschätzt für seine entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften. Ähnlich wie Birkenzweige in der russischen Banja hatte auch Zirbenharz seinen festen Platz in traditionellen sibirischen Reinigungs- und Heilritualen.

Als Räucherwerk verströmt Zirbenharz einen warmen, harzigen, leicht süßlichen Kiefernduft, der beruhigend auf das Nervensystem wirken und einen erholsamen Schlaf fördern soll. Sein angenehmer, waldiger Charakter macht es zu einem beliebten Bestandteil von Räuchermischungen und Aromatherapie-Produkten für Entspannung.