Eukalyptus (Eucalyptus spp.)

Eukalyptus

Eukalyptus ist eine Gattung immergrüner Bäume, die ursprünglich aus Australien stammt und dort mehrere hundert Arten umfasst. Charakteristisch sind das schnelle Wachstum, die oft schälende, glatte Rinde und die schmalen, ledrigen, häufig sichelförmigen Blätter, die reich an ätherischen Ölen sind. Diese Öle verleihen der Pflanze nicht nur ihren unverwechselbar frischen, kampferartigen Duft, sondern sind auch der Grund für ihre vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten in Medizin und Industrie. Weltweit wird Eukalyptus heute in nahezu allen warmen Regionen kultiviert, oft auch wegen seines raschen Wuchses als Nutzholz. Zu den bekanntesten Arten zählen der Blaugummibaum (Eucalyptus globulus) und der Zitronen-Eukalyptus (Eucalyptus citriodora), dessen Blätter einen ausgeprägt zitronigen statt kampferartigen Duft verströmen. Manche Eukalyptusarten, wie der berühmte Regenbogen-Eukalyptus, sind zudem für ihre auffällig bunt gestreifte, sich in Streifen ablösende Rinde bekannt. In freier Wildbahn können manche Arten, allen voran der Bergriesen-Eukalyptus, zu den höchsten Blütenpflanzen der Erde heranwachsen und über 90 Meter Höhe erreichen.

Für die Aborigines Australiens gehört Eukalyptus seit jeher zur traditionellen Medizin, wo seine Blätter zur Behandlung von Wunden, Fieber und Atemwegsbeschwerden genutzt wurden. Im 19. Jahrhundert gelangte der Baum nach Europa und in andere Kontinente, wo sein Öl rasch in der Volksmedizin und später in der industriellen Aromatherapie an Bedeutung gewann – bis heute ist es fester Bestandteil zahlreicher Erkältungsbalsame und Inhalationspräparate. Der Baum ist zudem die nahezu ausschließliche Nahrungsquelle der Koalas, die dank spezialisierter Leberenzyme die für die meisten anderen Tiere giftigen ätherischen Öle der Blätter vertragen. Als schnellwachsende Nutzpflanze wird Eukalyptus heute weltweit in Plantagen für die Papier- und Zellstoffindustrie angebaut, was in manchen Regionen wegen seines hohen Wasserbedarfs und seiner Brandanfälligkeit ökologisch umstritten ist. Sein charakteristischer Duft ist heute weltweit ein fester Bestandteil von Balsamen, Hustenbonbons und Reinigungsprodukten.

Verräuchert entfaltet Eukalyptus einen scharfen, durchdringend frischen, kampfer- und minzartigen Duft, der sofort die Atemwege zu öffnen scheint. Er wird traditionell zur Reinigung der Raumluft, zur geistigen Klärung und zur Unterstützung konzentrierten, wachen Denkens verwendet. Aufgrund seiner starken Wirkung sollte jeweils nur eine kleine Menge in gut belüfteten Räumen verräuchert werden; der Rauch kann für Menschen mit Asthma, Kleinkinder oder Haustiere reizend sein, weshalb hier besondere Vorsicht geboten ist. In der traditionellen chinesischen und ayurvedischen Medizin wird Eukalyptusrauch gelegentlich zur Desinfektion von Krankenräumen eingesetzt, ein Gebrauch, der sich mit seiner Verwendung in der westlichen Aromatherapie deckt.

Verwendet in folgenden Konzerten

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5. März 2020
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