Vanessa Chartrand

Viola da Gamba, Dirigentin

Die in Berlin lebende kanadische Dirigentin Vanessa Chartrand ist Preisträgerin der Opera Awards Foundation 2020 und Stipendiatin der Royal Philharmonic Society London. Aus ihrem fundierten Hintergrund als klassische Sängerin und Gambistin heraus umfasst ihr Dirigat sinfonische Werke, zeitgenössische Musik, Barockmusik und Oper. Zu den kommenden Höhepunkten der Saison 25/26 gehören Vanessas Debüts mit den Berliner Symphonikern in der Berliner Philharmonie mit einem Programm von Kodály, Vaughan-Williams, Dukas und Gershwins Klavierkonzert. Ebenfalls Premiere feiern wird Dear IRIA, ein neuer Film der finnischen Regisseurin Janna Kyllästinen, für den sie die Musik komponiert hat.

In den vergangenen Spielzeiten hat Chartrand mit Orchestern wie der Dänischen Philharmonie, dem Orchestre National d'Auvergne, dem Dubrovnik Symphony Orchestra, dem Kiewer Symphonieorchester, dem Kammerorchester von Cascais, Londons Chroma Ensemble, Ensemble UnitedBerlin, Zafrann Ensemble, Mosaik Ensemble und Phoenix16 zusammengearbeitet. Vanessa war zwei Jahre lang Assistentin von Vladimir Jurowski an der Londoner Royal Opera House in einer Produktion von Jenufa sowie beim Berliner Rundfunk-Sinfonieorchester. Sie dirigiert ein breites Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart – Debussy, Strawinsky, Bartók, Haydn, Zemlinsky, Mendelssohn – und ist eine Pionierin der Neuen Musik. Als Sängerin und Dirigentin trat sie bei den wichtigsten Festivals für Neue Musik in Deutschland auf: MaerzMusik, MIKROMUSIK Festival für experimentelle Musik und Klangkunst, ULTRASCHALL Festival, documenta 14, Ruhrfestspielhaus Recklinghausen und Duisburger Akzente. Außerdem brachte sie die Uraufführung von Lisa Bielawas Mauer Broadcast für Doppelchöre, Ensemble und Solist anlässlich der Feierlichkeiten zum Fall der Berliner Mauer.

Als leidenschaftliche Operndirigentin sammelte Chartrand langjährige Bühnenerfahrung; zunächst als Opernsängerin (Carmen, Hermia, Cesare, Dorabella, Cherubino, Charlotte, um nur einige zu nennen), aber auch als Gambistin, wo sie vom Continuo aus Werke wie Orlando, Monteverdis Orfeo und The Fairy Queen leitete. Sie arbeitete mit kleinen Opernkompanien in Berlin und dirigierte Don Giovanni, Les Contes d'Hoffmann, Carmen, L'Elisir d'amore und Le Nozze di Figaro. Als Komponistin hat Vanessa für ihre Arbeiten auf der Bühne und auf der Leinwand viel Anerkennung erhalten. Zu den Höhepunkten ihrer Arbeit gehört die GAIA-Cyborg Oper, die von der Nachtkritik für die beste Produktion 2021 nominiert wurde. Ihr jüngster Soundtrack, A Body like mine, ein Dokumentarfilm von Maja Classen, gewann zahlreiche Preise, darunter den für den Besten Deutschen Dokumentarfilm bei der DOC.BERLIN 2023.

2018 gründete sie das OpusXX Orchestra, ein in Berlin ansässiges Kammerorchester, das für seinen reichen Klang und sein einzigartiges Repertoire gefeiert wird, das Licht auf vergessene Komponistinnen wirft und neue Werke von Komponistinnen fördert. Vanessa wurde in Québec, Kanada, geboren. Nach ihrem mit Auszeichnung abgeschlossenen Gesangsstudium an der McGill University absolvierte sie einen Master in Viola da Gamba an der Université de Montréal, bevor sie nach Deutschland zog, um ihre Opernstudien bei Ks. Jeanne Piland fortzusetzen. Zu Vanessas Dirigier-Mentoren zählen Vladimir Jurowski und Jessica Cottis; sie arbeitete zudem mit Luigi Gaggero, Hervé Niquet, Jay Bernfeld, Skip Sempé, Alexander Schmalcz, Michael McMahon, Falk Struckmann und Xenia Meijer zusammen.

vanessachartrand.com

Vertreten in folgenden Konzerten

Incense of Music 73
Incense of Music 73
8. Mai 2026
Michael Taylor, Vanessa Chartrand, Pedro Alcàcer Doria — Artemisia vulgaris, Mentha arvensis