Gustavo Beytelmann
Klavier
Der Tango- und Jazzpianist wurde 1945 in Venado Tuerto, Argentinien, in eine musikbegeisterte Familie hineingeboren. Sein Vater, ein talentierter Geiger, unterrichtete ihn seit frühester Kindheit auf dem Klavier. Mit 13 Jahren trat Gustavo dem Tanzorchester seines Vaters bei und wurde schnell zu einem versierten Deuter des Tango und anderer Tanzmusik. 1962 begann er ein Studium in Klavier sowie Harmonielehre und Komposition am Institute of Music der University of Rosario, setzte später seine Kompositionsstudien bei Francisco Kröpfl in Buenos Aires fort, schrieb Musik für das Kino (u.a. „La Mafia", „Quebracho" und „Los Gauchos Judíos") und arbeitete als Pianist und Arrangeur für die Plattenbranche. 1976 übersiedelte er nach Paris und nahm 1977 auf Einladung Astor Piazzollas an dessen Europatournee mit dem Octeto Electrónico teil.
In der Folge formierte er mit befreundeten argentinischen Exilmusikern die Gruppe Tiempo Argentino, mit der er über zwölf Jahre durch Europa und die Amerikas tourte und seinen Ruf als Maestro des Tango Argentino begründete. Nach einer Zeit in Rom, wo er Musik für italienisches Radio, Fernsehen und Kino komponierte, produzierte er zurück in Paris zusammen mit Juan José Mosalini und Patrice Caratini drei einflussreiche Alben zur Entwicklung des zeitgenössischen Tango. Ab 1993 widmete sich Gustavo Beytelmann verstärkt der Komposition, veröffentlichte zahlreiche eigene Aufnahmen, kompilierte Klassiker des Tango und arrangierte Partituren, stets auf der Suche nach neuen Verbindungen von traditionellem und modernem improvisatorischem Ausdruck. Er war Composer in Residence in Dijon (1995, 1998) und Guebwiller (2002, 2003). Seit 1996 ist er künstlerischer Leiter der Tango-Abteilung am Konservatorium Rotterdam, unterrichtet an den Universitäten Seattle und Bellingham (USA) sowie seit 2005 an der Musikhochschule Monaco.
Vertreten in folgenden Konzerten


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