Incense of Music 25 – Bellanova, Flaig

Ein multisensorisches Konzert – 21. April 2018, 19 Uhr – Valentina Bellanova: ney, recorders; Sebastian Flaig: percussions – Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Weihrauch und Labdanum .  Salon DreiklangPaul Robeson Strasse 47 , 10439 Berlin

Incense of Music 25 feiert ein viertel Hundertstel und präsentiert bei der Gelegenheit Klänge, Düfte und Suggestionen aus dem Jahrtausende alten Zusammenhang und Spannungsfeld Orient – Okzident. Das Duo „Trommel und Wind“ (Valentina Bellanova und Sebastian Flaig) unternimmt eine Reise, die Mittelalter und Zeitgenössisches, Norden und Süden, Arabisches, Türkisches, Italienisches, Griechisches und Deutsches verbindet. Dazu werden Weihrauch und Labdanum verräuchert, traditionsreiche Schätze der olfaktorischen Möglichkeiten menschlicher Riechkunst.

ba Agnes Fox

Valentina Bellanova wurde in Florenz geboren, wo sie später Musikwissenschaft und Geisteswissenschaft an der Universität Florenz und auch Blockflöte am Konzervatorium Florenz studierte. Sie kam nach Deutschland, um weiterführende Studien in den Studiengängen Künstlerische Ausbildung und Soloklasse an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover zu absolvieren. Anfang 2014 zog sie dauerhaft nach Berlin. Seit einigen Jahren beschäftigt sich Valentina intensiv mit klassischer türkischer als auch arabischer Musik. Sie spielt sowohl türkische und arabische Ney als auch Zurna, ein türkisches Folkinstrument. Ney und modale Musik erlernte Valentina Bellanova u.a. bei Lehrern wie Ross Daly, Ömer Erdogdular und Kudsi Erguner. Unterricht in Blockflöte und Alter Musik erhilht sie bei David Bellugi und Federico Maria Sardelli in Italien und Prof. Dr. Ulrich Thieme (an der HMTH). Valentina Bellanova tritt mit den Instrumenten Ney und Zurna regelmäßig in verschiedenen Theaterprojekten auf ( z. B. als Solistin im Landestheater Thüringen, im NDR Hannover, im Kulturforum Frankfurt (Oder), in der Komische Oper Berlin, im HAU Theater Berlin, Stadttheater Braunschweig u.v.a.) Ferner steht Valentina Bellanova mit mehreren Musikprojekten regelmässig auf der Bühne: Berlin Oriental Group, Babylon Orchestra, Nawa Ensemble Berlin, Concerto Foscari (Internationales Emsemble für Alte Musik), Wedding Orchestra for Middle East Music, Duo Winds and Percussion mit Sebastian Flaig u.v.a. Des Weiteren befasst sich Valentina Bellanova mit editorischer Arbeit. Sie gab die Erstausgabe der Blockflötenkonzerte des neapolitanischen Komponisten Nicola Fiorenza (erschienen beim Girolamo-Verlag) heraus. Sie ist  nicht nur als freischaffende Musikerin tätig, sondern auch als Instrumentallehrerin: seit über 10 Jahren unterrichtet sie Blockflöte in deutschen Musikschulen. Ihre Schüler sind Kinder von 4 bis 18 Jahren, so wie Erwachsenen.

www.valentinabellanova.com

by Luca Stravalacci

Sebastian Flaig aus Freiburg studierte ethnische Perkussion und Jazzdrumset an der Hochschule für Musik in Leipzig bei Alexander Bauer, Axel Schüler und Heinrich Köbberling. Zur Vertiefung seiner Kenntnisse der orientalischen Perkussion lebte er ein Jahr in Istanbul und lernte bei verschiedenen Meistern, u.a. bei dem Darabuka Virtuosen Misirli Ahmet. Die persische Perkussion erlernte er bei Behnam Samani. Von der orientalischen Musik zum Jazz und zeitgenössischer Musik bis hin zur Alten Musik reicht sein stilistisches Spektrum in verschiedenen Ensembles wie dem Taner Akyol Trio, Maya Youssef, Pain Perdu, KalhorFlaig Duo, Susan Weinert, Ensemble Adapter, Lauttencompagney Berlin, Musikwerkstatt Köln, Mysteries of Bulgarian voices feat. Lisa Gerard u.a… Sebastian spielte als Solist mit dem Staatsorchester Braunschweig, den Hamburger Symphonikern und der Mittelsächsischen Philharmonie und in verschiedenen Tanz- und Theaterproduktionen u.a an der Komischen Oper, am Stadttheater Freiburg, Bauhaus Dessau….“ 2018 gewann er mit Maya Youssef mit „Syrian Dreams“ den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für ethnische Musik. Er komponierte die Musik zu Dokumentarfilmen und Theaterstücken und tourte im Libanon, Syrien, Türkei, Bulgarien, Südamerika.

www.sebastianflaig.com

Boswelia sacra, Blüten

Weihrauch (von althochdeutsch wîhrou[c]h, heiliges Räucherwerk‘, zu wîhen: ,heiligen, weihen‘ ist das luftgetrocknete Gummiharz, das aus dem Weihrauchbaum gewonnen wird. Es wird nicht nur kultisch als Räucherwerk verwendet, sondern auch heilkundlich als Phytotherapeutikum. Der beim Verbrennen entstehende Rauch wird ebenfalls als Weihrauch bezeichnet. Weihrauchharz ist grobkörnig bis stückig und von durchscheinend braun-gelber bis rötlich-brauner Farbe. Andere Bezeichnungen sind Olibanum (bezeichnete ursprünglich sehr helles Weihrauchharz, lateinisch Thus album)sowie lateinisch Thus, (englisch Frankincense). Hauptsächlich wird das Harz von Boswellia sacra, Boswellia papyrifera, Boswellia serrata, Boswellia frereana gewonnen, die jeweils einen leicht unterschiedlichen Harztyp erzeugen. Unterschiedliche Standorte beeinflussen die jeweilige Harzqualität ebenfalls. Durch Schnitte in Stamm und Äste tritt dort eine klebrig-milchige Flüssigkeit aus, die durch Trocknung an der Luft das Weihrauchharz entstehen lässt. Zwischen Ende März und Anfang April beginnt die Weihrauchproduktion, die über mehrere Monate andauert. Mehr als 82 % der Weihrauchproduktion stammt aus Somalia, der Rest kommt aus dem angrenzenden südlichen Arabien, Eritrea und Äthiopien, Sudan und anderen zentralafrikanischen Ländern.

Boswellia sacra in Dhofar

Weihrauch war schon bei den alten Ägyptern für kultische Zwecke, bei der Mumifizierung herausragender und vermögender Personen und zumindest in begüterteren Kreisen im Alltag als aromatisches, desinfizierendes und entzündungshemmendes Räuchermittel und Heilmittel in Gebrauch. Es entwickelt beim Verglühen (Räuchern) einen aromatisch duftenden Rauch und wird in verschiedenen Religionen, auch der römisch-katholischen und orthodoxen Kirche seit Mitte des ersten Jahrtausends bei Kulthandlungen verwendet, meist vermischt mit anderen Räuchermitteln wie Benzoe, Myrrhe, Galbanum, Zistrose, Styrax, Lorbeer.  Historisch wird die Verwendung von Weihrauch im Christentum auf die Parallele im Kult der Israeliten zurückgeführt, in deren Tempel zweimal täglich Ketoret verbrannt wurden. Ursprünglich aus dem kanaanäischen Räucherkult stammend, wurde der Weihrauch im alten Israel zunächst als „Neuerung“ abgelehnt. Erst später fand er Eingang im Tempel-Gottesdienst. Spätestens im nachexilischen zweiten Tempel von Jerusalem (ab etwa 540 v. Chr.) befand sich vor dem Vorhang des Allerheiligsten der Rauchopferaltar, an dem morgens und abends ein Rauchopfer dargebracht wurde. In den verschiedenen Epochen der ägyptischen Pharaonen wurde Weihrauch bei vielen Kulthandlungen und bei der Mumifizierung verwendet. So nannten die alten Ägypter die Harzperlen des Weihrauchs den „Schweiß der Götter“. Viele andere antike Religionen und der orientalische und römische Herrscherkult kannten den Weihrauch. Während der republikanischen Zeit ersetzte bei den Römern das Verbrennen von Weihrauch die alten, vorgeschriebenen Opfer. Bei Bitt- und Dankesgebeten ließ man die Weihrauchkörner in speziell dafür bestimmten Gefäßen, acerra, im Feuer verbrennen. Kaisern und Statthaltern wurde beim Einzug in eine Stadt Weihrauch vorangetragen – als Zeichen der Huldigung, aber auch zur Verdrängung des Kloakengestanks. Die römischen Kaiser ließen sich als Dominus et deus „Herr und Gott“ verehren und verlangten Rauchopfer vor ihrem Bild. Die frühen Christen lehnten diese göttliche Verehrung des Kaisers ab und mussten dafür Verfolgungen erdulden. Aus diesem Grunde war der Weihrauch in der christlichen Liturgie zunächst verpönt; die Kirchenväter sprachen sich explizit dagegen aus. Bei kirchlichen Begräbnisfeiern wurde der Weihrauch allerdings auch von Christen verwendet. Erst mit zeitlichem Abstand zu den Christenverfolgungen im Römischen Reich und mit der Übernahme von Elementen des römischen Kaiserkultes in den christlichen Gottesdienst wurde der Weihrauch akzeptiert. Auch privat war das regelmäßige Ausräuchern des Hauses mit verschiedenen aromatischen Mischungen in der Antike verbreitet. Im altägyptischen Totenkult wurde dem Weihrauch eine bannende (apotropäische) Wirkung gegen die Macht und den Geruch des Todes zugesprochen. Auch die Sumerer, Babylonier und Perser kannten den Weihrauch.

Handelsrouten durch das Gebiet der Nabatäer

In der Antike war Weihrauch ein hochbezahltes und begehrtes Handelsgut und wurde auf der Weihrauchstraße (Oman-Jemen-Hedschas-Gaza-Damaskus) und im Fernhandel bis in fast alle Gegenden der alten Welt gehandelt und spielte in den allermeisten Religionen und Kulturen der damaligen Zeit eine Rolle. Der Ursprung des Weihrauchs wurde geheim gehalten und die Handelswege überwacht. Römischer Ritus Symbolisch steht der Weihrauch für Reinigung, Verehrung und Gebet. Nach Psalm 141,2 EU und weiteren Bibeltexten, etwa Offb 8,3 EU, bezeichnet er das zu Gott aufsteigende Gebet der Gläubigen. Im Sinne von 2 Kor 2,14–16 EU zeigt er an, dass Gott durch die Hingabe Christi die Welt mit dem „Lebensduft, der Leben verheißt“ erfüllt hat. Der römische Ritus bringt mit der Weihrauchverwendung unter anderem zum Ausdruck, dass der Mensch eine Einheit aus Leib und Seele ist. Der Gottesdienst richtet sich an alle Sinne. Weil das Wort Gottes in Jesus Christus Mensch geworden ist („Inkarnation“), muss sich auch der Gottesdienst leiblich erfahrbar ausdrücken (inkarnatorisches Prinzip). Weihrauch gilt daher als ein Zeichen der Gegenwart Gottes und des Wehens des Heiligen Geistes.

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Nach katholischer Lehre ist Jesus Christus in den eucharistischen Gestalten von Brot und Wein wahrhaft und dauerhaft gegenwärtig (Realpräsenz). Heilige Messe, Stundengebet und eucharistische Verehrung Zwei Thuriferare beim Inzensieren im Kölner Dom In der Liturgie der lateinischen Kirche wie auch in den katholischen Ostkirchen mit byzantinischem Ritus wird Weihrauch vor allem in der heiligen Messe und in den Laudes und der Vesper des Stundengebets verwendet, außerdem zur Verehrung des Allerheiligsten, etwa bei Prozessionen oder der sakramentalen Andacht. Dabei verrichten zwei Ministranten, der Thuriferar (von altgriechisch θύος thýos „Räucherwerk, Rauchopfer“, lateinisch tus (auch thus) „Weihrauch“ und ferre „tragen“) mit dem Weihrauchfass und der Navikular mit dem Weihrauchschiffchen, den Dienst am Weihrauch. Die eucharistischen Gaben und Gestalten sowie alle Christussymbole − wie der Altar, das Evangeliar, Priester, das Altarkreuz, die Osterkerze und die Weihnachtskrippe − und die Gläubigen werden mit dem Weihrauch inzensiert. Bei der kirchlichen Begräbnisfeier werden auch der Sarg und das offene Grab mit dem Sarg darin inzensiert, mit den Worten „Dein Leib war Gottes Tempel. Der Herr schenke Dir ewige Freude.“ Die mindestens seit 1570 geltende Vorschrift, im Hochamt Weihrauch verwenden zu müssen, machte den Weihrauch zu einem Merkmal der Festlichkeit. Seit 1970 kann Weihrauch wieder – wie in den Ostkirchen seit je üblich – in allen heiligen Messen verwendet werden; dadurch kommen seine symbolischen Bezüge wieder deutlicher zur Geltung. In der orthodoxen Liturgie, so beispielsweise im byzantinischen Ritus, dem antiochenischem Ritus und anderen der Orientalisch-orthodoxen Kirche, wird Weihrauch als Duft des Himmels verwendet. Nach alter orientalischer Vorstellung ist eine Gottesbegegnung mit einem Dufterlebnis verbunden. Wie fast aller sinnlicher Schmuck des Gottesdienstes wurde der Weihrauch in den reformierten Kirchen von Beginn an abgelehnt.

Die Inkarnation mit sechs Heiligen, Fra Bartolomeo, 1515

Erste Hinweise auf die Verwendung von Weihrauch finden sich in dreieinhalbtausend Jahre alten Texten aus dem Niltal. Die Ägypter nutzten Weihrauch für den guten Geruch der Luft, für Salben und zur Wundbehandlung. Vor dreitausend Jahren gab es bereits feste Handelswege, die Weihrauchstraßen, die das kostbare Harz aus seiner Heimat Südarabien (vor allem Oman, daneben Jemen) und von der Insel Sokotra am Horn von Afrika nach Ägypten und Mesopotamien brachten. Zu den Geschenken der biblischen Heiligen Drei Könige gehörte Weihrauch aus Südarabien. Das römische Imperium war ein großer Abnehmer von Weihrauch. Hippokrates und andere griechisch-römische Ärzte setzten Weihrauch zur Wundreinigung, gegen Krankheiten der Atemwege und bei Verdauungsproblemen ein. Über die Wirkungsmechanismen war nichts bekannt, aber die praktischen Erfolge waren wohl zahlreich genug, dass das teure Mittel auch noch im Mittelalter als Medizin eingesetzt wurde, so auch von Hildegard von Bingen. In den, die griechische Medizin, vor allem des Dioskurides, aufgreifenden arabischsprachigen Lehrwerken des Mittelalters, beispielsweise im Kanon der Medizin, der al-Qanun fi t-Tibb des persischen Arztes Avicenna wird die innere Anwendung von Weihrauchharzperlen (Boswellia serrata, Boswellia sacra) zur „Stärkung des Geistes und des Verstandes“ empfohlen. Erst die Entwicklung chemisch-synthetischer Arzneistoffe, vor allem in den Klassen der Antibiotika und Kortikoide, ließ Weihrauch als Arzneimittel in Vergessenheit geraten.

Cistus ladanifer

 

Labdanum ist ein Harz, das im Mittelmeerraum aus verschiedenen Arten von Zistrosen gewonnen wird. Zistrosen sind nicht mit den Rosen verwandt, sondern gehören zu der eigenständigen botanischen Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae). Die Gattung der Zistrosen (Cistus) ist im gesamten Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln verbreitet. Die größte Artenvielfalt befindet sich im westlichen Mittelmeergebiet (Frankreich, Spanien, Portugal, Marokko, Algerien).

Bordado de Castelo Branco Lusitania

Im Sommer tritt unter Sonneneinwirkung das ölige Harz aus den Blättern und Zweigen, als würde die Pflanze schwitzen. Schon im Alten Ägypten war der süßlich-animalische Duft des Labdanum sehr beliebt und Bestandteil der bekannten Räuchermischung „Kyphi“. Wegen seines köstlichen balsamischen Aromas wird es noch immer als Rohstoff für die Parfumindustrie verwendet. Heute wird das Labdanum meist aus der Lack-Zistrose (Cistus ladanifer) gewonnen, da sie bedeutend mehr Harz als andere Arten produziert. Bei der Parfumherstellung häufig als Ambra-Ersatz verwendet, entwickelt das Labdanum, wenn man es verräuchert, einen ganz eigenen unverwechselbaren Charakter. Die Bezeichnung Labdanum hat ihren Ursprung im syrisch-phönizischen Sprachraum. Dort wurde die Pflanze als „Ladan“ (klebriges Kraut) bezeichnet. Es wurde zur Schönheitspflege sowie als Heilmittel benutzt und war sicherlich eines der begehrtesten Aphrodisiaka des Altertums. Die sehr gerbstoffreiche Art Cistus salviifolius wird von Matthiolus (Matthiolus, New-Kreuterbuch, 1626) als Mittel gegen Rote Ruhr, Darmstörungen, Bauchflüsse, äußerlich gegen Geschwüre, Gangrän und als Adstringens bei Wunden gerühmt. Auf langen Seereisen hat es sich bei Skorbut und Paradontose gleichfalls bewährt.

Kräuterbuch des Dioskurides, Syrischer Maler

In der Antike wurde vor allem das Harz der Kretischen Zistrose (Cistus creticus) verwendet, und der griechische Gelehrte Dioskurides beschreibt in seinem Kräuterbuch, wie Hirten ihre Tiere in das dichte Buschwerk trieben, um anschließend die Harzklümpchen aus dem Fell herauszukämmen. Eine neuere Quelle für diese Technik findet sich in Otto Warburgs „Die Pflanzenwelt“ (Band II), wo er beschreibt, wie man das angenehm duftende Harz „(…) aus den Bart- und Schenkelhaaren der Ziegen, die in den Zistrosengebüschen weideten und ihr Fell mit den Drüsensekreten beschmierten (…)” auskämmte. „Auch zog man Stricke durch die Zistrosenbüsche, um das klebrige Harz daran aufzufangen, was man auch jetzt noch in Kreta tut, nur dass man sich anstatt der Stricke dünner Lederriemen bedient.“

Texte und Bilder zum Teil aus Wikipedia

Jacobson’s organ

P.Fernandes (Trebaruna), Detalhe boca Fred, CC BY 3.0

The Jacobson’s organ, also known as the vomeronasal organ (VNO), is part of the olfactory system. It corresponds to the olfactory pits of fish. During human fetal growth the organ evolves and involves before birth. Whether the VNO still fulfills functions in human perception after birth is considered controversial. In the case of the cat the entrance to Jacobson’s organ can be seen on the palate behind the incisors.

Das Jacobson-Organ, auch Vomeronasales Organ (VNO) genannt, ist wie die Riechschleimhaut Bestandteil des olfaktorischen Systems. Es korrespondiert evolutionsgeschichtlich den Riechgruben von Fischen. Bei Menschen entsteht das Organ zwar im Mutterleib, bildet sich aber noch vor der Geburt zurück. Bis zum achten Monat ist ein zum Organ gehöriger Nerv nachweisbar. Als ein Rudiment des VNO beim Menschen gilt der Knorpel Cartilago vomeronasalis; dieser liegt hinter dem Knochenvorsprung unten in der Mitte der Nasenöffnung, der Spina nasalis anterior.

Ob das VNO beim Menschen noch eine Funktion erfüllt, gilt als umstritten. Bei der abgebildeten Katze ist der Eingang zum Jacobson-Organ gaumenseitig hinter den Schneidezähnen zu erkennen.

Jahai!

https://www.flickr.com/people/69267196@N03

„It is widely believed that people are bad at naming odors. This has led researchers to suggest smell representations are simply not accessible to the language centers of the brain. But is this really so? Psychologist Asifa Majid from Radboud University Nijmegen and linguist Niclas Burenhult from Lund University Sweden find new evidence for smell language in the Malay Peninsula.“ 

(Radboud University Nijmegen. „Odors expressible in language, as long as you speak right language.“ ScienceDaily. ScienceDaily, 3 January 2014. www.sciencedaily.com/releases/2014/01/140103085248.htm)

 

„In Jahai there are around a dozen different words to describe different qualities of smell. For example, ltpɨt is used to describe the smell of various flowers and ripe fruit, durian, perfume, soap, Aquilaria wood, bearcat, etc. Cŋɛs, another smell word, is used for the smell of petrol, smoke, bat droppings and bat caves, some species of millipede, root of wild ginger, etc. These terms refer to different odor qualities and are abstract, in the same way that blue and purple are abstract.“

(Read more from Asian Scientist Magazine at: https://www.asianscientist.com/2014/01/in-the-lab/odors-expressible-malay-hunter-gatherer-language-2014/)

Fab at the German language Wikipedia, Hibiskusbluete, CC BY-SA 3.0

 

Siehe auch:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/olfaktorische-forschung-explosion-der-duefte-1.1918297

Incense of Music Nr. 24 – Anissegos, Karl

Ein multisensorisches Konzert – 23. Februar 2018, 19 Uhr – Antonis Anissegos: Klavier; Kay Karl: Gongs – Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Süßgras und Guajak.  Salon Dreiklang, Paul Robeson Strasse 47 , 10439 Berlin

Incense of Music Nr. 24 folgt der eigenen Tradition und präsentiert auch dieses Mal Künstler von Weltformat für eine weitere intime und multisensorische Reise in das Ungewisse. Die Reihe, fokussiert auf höchste musikalische Qualität, scheut keine Experimente in ihren kleinen und doch größenwahnsinnigen Ritualen: am 23. Februar, im Salon Dreiklang von Natascha Osterkorn, werden die Gongvibrationen von Kay Karl auf die Klänge des griechischen Pianisten, Komponisten und Elektromusikers Antonis Anissegos treffen – natürlich im Zusammenspiel mit verräucherten Duftmolekülen aus zwei ausgesuchten Pflanzen: Sweetgrass und Guajak.

Antonis Anissegos

Antonis Anissegos besuchte bis 1991 die Klavierklasse von Eleni Xenariou am Staatlichen Konservatorium von Thessaloniki und war dann bis 1992 an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest Schüler von György Orban. Es schloss sich ein Studium an der Musikhochschule Wien bei Kurt Schwertsik und an der Musikhochschule Köln bei Krzysztof Meyer an. Hier studierte er zugleich Jazzklavier bei John Taylor. Schließlich war er von 1998 bis 2001 Meisterschüler von Walter Zimmermann an der Universität der Künste Berlin. Bereits Anfang der 1990er Jahre wurde Anissegos von Manos Hadjidakis gefördert, der seine Werke aufführte und Kompositionen bestellte. Er erhielt mehrere Kompositionsstipendien, wie z.B 1998 das Franz Liszt Stipendium der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. 2000 gewann er den Ersten Preis im Kompositionswettbewerb der Neuköllner Oper mit der Kammeroper Hundeherz. Für Stirrings Still (nach Samuel Beckett) erhielt er 2002 den Kompositionspreis des Berliner Senats. Aufführungen seiner Kompositionen ua. von Ensemble Modern, Ensemble Piandaemonium, Ensemble Mosaik, Ensemble Cornucopia, Ensemble DissonArt, Staatliches Orchester Thessaloniki, Farbenorchester Athen und Junge Philharmonie Thüringen. Anissegos arbeitet in mehreren Projekten, darunter dem Trio IAMA (mit Jannis Anissegos und Maria Anissegou), Grix (mit Floros Floridis und Yorgos Dimitriadis), Lynx (mit Kalle Kalima, Danny Schröteler und Samuel Rohrer), ΣΩΜΑ (mit Thymios Atzakas), ddaA (mit Oliver Steidle), KAYA (mit der Butoh-Tänzerin Yuko Kaseki), Card Castle (mit Mike Majkowski und Christian Marien) und oneone (mit Rainer Jancis). 2009 trat Anissegos bei dem von Friedemann Dähn und Thomas Maos initiierten Creative Arts and Music Project (CAMP) auf. Er ist Mitglied der Ensembles European Music Project und Ensemble Junge Musik. (aus Wikipedia)

www.enstase.com

Kay Karl

GONG SOUND HEALING ARTS  ist der Weg, der sich aus meiner individuellen Arbeit mit den Gongs  vor mir seit Jahren entfaltet, ohne, dass ich danach gefragt hätte. Von Haus aus von rebellischer Natur, waren meine Schuljahre in einem bayerischen Benediktinerkloster auch aus heutiger Sicht, vergeudete Lebenszeit. Jugendjahre, die für die Kultivierung von Freude und individueller Schöpferkraft besser eingesetzt worden wären, fielen dem (immerhin gescheiterten) Versuch zum Opfer, eingeordnet zu werden in die Battaliione gleichgeschalteter, freundlich lächelnder und geistloser Kirchensteuerzahler. Von unschätzbarem Wert jedoch, war die wiederholte Ermahnung eines meiner dortigen Lehrer, Pater Franziskus, der immer über den Tellerrand zu schauen wusste: „Warum? Immer fragen Warum!“ Vor fast 30 Jahren begannn ich Kundalini Yoga zu praktizieren und langsam dämmerte mir, dass im Leben eine Ausrichtung und eine Absicht womöglich mehr innere Befriedigung schenkt, als das Bemühen, gesellschftlich empfohlene Eckdaten abzuarbeiten. Und ganz ehrlich gelang es mir ohnehin nicht, jenen Weg von Studium, Ehe, Haus, Sicherheit und garantierter Rente zu beschreiten. Meine erste Erfahrung einer Gongmeditation war traumatischer Natur. Eine überwältigende Kraft donnerte ohne Vorankündigung über mich hinweg. Minuten, in denen es für mich um schieres Überleben ging, entließen mich in die Erleichterung, noch einmal davon gekommen zu sein und der Gewissheit, dieses Erlebnis nicht wiederholen zu wollen. Und da war sie wieder, die Frage: Warum? Und genauer: Was fehlt? Im Verlauf der Jahre hat das Leben mir kleine Hinweise auf die Antwort angeboten. Beim Trampen auf einer kroatischen Insel, an deren Namen ich mich einfach nicht erinnern kann, landete ich im Wagen von DON CONREAUX, dem Grand Master of the Gongs. Weniger beeindruckt von der Unwahrscheinlichkeit dieser Begegnung als vielmehr von Don´s gütiger und friedvoller Ausstrahlung, lernte ich in den darauf folgenden Jahren von ihm Spieltechniken, Gong Yoga, Gong Pujas, Gongbäder, Gongkonzerte, Workshopbegleitung und konnte ein Gespür für die feinen Weisheiten und Zwischenwelten der GongVibrationen entwickeln. Ich schätze ich die subtile transformative Kraft der Gongfrequenzen. Gongs in freundlicher und friedlicher Absicht gepielt, unterstützen die Freiheit und die eigene Ausdruckskraft in unbeschreiblicher Weise. In einem solchen Spiel findet sich für den Gongspieler und für den Empfänger der Gongvibrationen ein Angenommen sein und ein Berührt werden dürfen. Die Gongs sind auf unterschiedliche Weisen spielbar und ich halte es für essentiell, keinen Anspruch auf ausschließende Richtigkeit zu erheben. So unterschiedlich die Facetten dieses Universums sind, so unterschiedlich sind menschliche Bedürfnisse, Bedrüftigkeiten und Entwicklungswünsche. Ich gehe auf undogmatische Art mit dem Reichtum der Gongvibrationen um: es ist mir ein Vergnügen mit Musikern verschiedenster Genres, mit Tänzern und ebenso wie mit Körperarbeitern unterschiedlichster Heilweisen zu arbeiten. Ich spiele für Menschen in individuellen Einzelsettings und Gongklangbäder für Gruppen. Mit meinem Partner Tomas Adel zusammen führen wir durch GongNächte, die die Teilnehmer, wie auch uns Spieler nachhaltig berühren. Ein ganz besonderes Anliegen ist es mir, meinen GongSchülern einen freien und freudvollen Umgang mit den Gongvibrationen zu vermitteln, der die eigene Stimme und den Körper miteinbezieht. Ich nutze die Gongs als ausgesprochen wertvolle Unterstützung für die Entfaltung des eigenen, individuellen Wesens. Diese Arbeit ist ein Beitrag für mehr Frieden und Freude auf unserem einzigartigem Planeten. Die wertvolle Frage, die ich gerne immer wieder stelle, lautet weiterhin: Warum?

kaykarl.de

Süßgras

Das Duftende Mariengras (Hierochloe odorata), auch als Duft-Mariengras, Vanillegras, Süßgras oder als Bisongras bezeichnet, ist ein kumarinhaltiges Gras innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae). Es duftet aromatisch nach Waldmeister und wurde bei der Verehrung der Jungfrau Maria verwendet, worauf der deutsche Name Bezug nimmt. In Nordamerika ist es auch als „Sweet Grass“ oder „Vanilla Grass“ bekannt. Der wissenschaftliche Name ist griechischen Ursprungs und bedeutet „heiliges Gras“ nach hierós = heilig; chloé = Gras. Das Artepitheton odorátus, -a, -um ist Latein und bedeutet wohlriechend, duftend. Das Duftende Mariengras ist in ganz Europa, Asien und Nordamerika weit verbreitet, kommt aber meist nur zerstreut bis selten vor. Es ist ein seltenes Gras nasser grasiger Standorte in Bruchwäldern, Pfeifengraswiesen (Molinion-Gesellschaften), Kleinseggenrieden (Caricetalia fuscae-Gesellschaften) und an Flussufern. Es wächst bevorzugt auf feuchten bis nassen, meist moorigen aber auch sandigen, mäßig nährstoff- und basenreichen, meist stickstoffarmen, mäßig sauren und humosen Böden. Das Gras ist eine ausdauernde krautige Pflanze, mit langen dünnen Rhizomen. Es bildet dichte Horste oder Flecken. Die Halme sind dünn, wachsen aufrecht und verfügen über nur wenige Knoten. Sie erreichen Höhen zwischen 20 und 50 Zentimetern. Vor allem der unterste Teil der Blätter hat ein intensives Waldmeisteraroma und wird in Parfüms, Tabak, Süßspeisen und Getränken (z. B. Żubrówka) verwendet. Das Gras wurde in einigen Teilen Preußens der Jungfrau Maria gewidmet und an Festtagen vor die Kirchentüren gestreut.

Guajak (Guaiacum) bezeichnet eine Gattung der Familie der Jochblattgewächse (Zygophyllaceae). Sie enthält sechs bis acht Baum-Arten aus dem tropischen und subtropischen Amerika.  Guaiacum-Arten sind Bäume oder Sträucher mit sehr hartem, harzreichem Holz. Es gibt sechs bis acht Arten in der Gattung der Guajak-Bäume (Guaiacum) im tropischen und wärmeren Amerika: Guaiacum angustifolium – Mexiko und Texas; Guaiacum coulteri  – Mexiko; Guaiacum unijungum – Baja California in Mexiko; Guaiacum officinale L. – Antillen und Nordküste Südamerikas. Franzosenholzbaum oder Pockholzbaum genannt, ist ein 12 m hoher, immergrüner Baum mit ausgebreiteter Krone, gegenständigen, zwei-, selten dreijochigen Blättern, ovalen, kahlen Blättchen, langgestielten, blauen Blüten und zweifächriger Kapsel. Das Holz ist sehr schwer (Dichte etwa 1,2 g/cm3), fest, hart, brüchig, spaltet schwer und unregelmäßig, ist dunkelgrünlichbraun, von hellgelblichem Splint umgeben und von diesem scharf abgegrenzt. In der Mayakultur wurden Abkochungen des Holzes zur Therapie der Geschlechtskrankheit Syphilis eingesetzt. Guaiacum officinale und Guaiacum sanctum liefern das Guajak-Holz (Franzosenholz, Pockholz) sowie das daraus gewonnene Guajakharz. Das Wort Guajak ist westindischen Ursprungs. Der lateinische Name Lignum vitae bezieht sich auf die angeblichen heilenden und lebensverlängernden Eigenschaften dieses im 18. Jahrhundert berühmten Holzes. Die Anwendung des Holzes lernten die Spanier von den Einheimischen Santo Domingos kennen. Die ersten Aufzeichnungen zur Therapie gegen Syphilis sind im Werk „Summario de la natural y General de las Indias“ (1526) von Gonzalo Fernández de Oviedo y Valdez (1478–1557) zu finden. Der deutsche Ausdruck „Pockholz“ entstand, weil die Späne des Guajak-Baumes Öle enthalten, die man in früheren Zeiten im medizinisch nicht erwiesenen Glauben als Medikament eingesetzt hat, dass Extrakte des Holzes in der Lage seien, die Pockenkrankheit zu heilen. Als eines der härtesten Hölzer überhaupt wurde Pockholz schon vor Jahrhunderten zum Schiffbau – für belaying pins und deadeyes, zur Herstellung von Achslagern (Achse zum Schiffspropeller, Wasserkraftwerksturbine), Presswalzen, Kegelkugeln, Mörser und Pistillen, den Hammer zum Kalfatern etc. verwendet.

Incense of Music Nr. 23 – Shilkloper, Butterbrot

Ein multisensorisches Konzert – 13. Januar 2018, 20 Uhr – Arkady Shilkloper: Waldhorn, Flügelhorn, Alphorn, Muschelhorn – Alexandra Goloborodko und Alexandra Yurieva-Civjane (International Cultural Project Butterbrot): Konzept, Installation und Performance „The Forest of Symbols“ – Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Nordtanne und Fichtenharz.  Vinogradov Galerie: Chodowieckistr. 25, 10405 Berlin

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Incense of Music Nr. 22 – Dahlgren, Filippou, Puntin

Incense of Music Nr. 22 – Ein olfaktorisches Konzert – 15. Dezember 2017, 19:00 Uhr – DHALGREN: Chris Dahlgren: Gitarre, Bass, Viola da gamba, Stimme –  Evi Filippou: Vibraphon, Claudio Puntin: Klarinette und Bassklarinette – Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense): Petitgrain und Neroli. Salon Dreiklang, Paul Robeson Strasse 47 , 10439 Berlin

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Incense of Music Nr. 21 – People of the Wind, Filippou

Incense of Music Nr. 21 – Ein olfaktorisches Konzert – 13. Oktober 2017, 19:00 Uhr – PEOPLE OF THE WIND – James Wylie: Saxophon; Fausto Sierakowski: Saxophon; Alexandros Rizopoulos: Perkussionen + Evi Filippou: Perkussionen – Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Sandelholz und amerikanische Zeder. Biergarten Jockel, Ratiborstrasse 14c, 10999 Berlin

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Incense of Music No. 19 – Video (excerpts)

Oscar Bohórquez, vl; Claudio Bohórquez, vc; Gustavo Beytelmann, p.
Incense of Music No. 19, Volksbuehne, Roter Salon – 18.6.2017
Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Copal Oro und Palo Santo
Video: Fabio Dondero

Incense of Music No. 18 – Video

Ein olfaktorisches Konzert – 27. Mai 2017, 13 Uhr

Damaskus-Berlin: Nabil Hilaneh: Oud, Maria Magdalena Wiesmaier: Cello; Ugarit Trio: Nabil Hilaneh: Oud, Mevan Younes: Buzuq, Mohamad Fityan: Nay, Kawala, George Saade: Perkussionen – Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Wacholder und Weihrauch

St. Elisabeth Kirche, Berlin Mitte

Incense of Music No. 16 – Video

Love in Numbers, Werke von H. Chisholm . Elemi Saxophone Quartet:Christian Weidner: Alt Saxophon; Philipp Gerschlauer: Alt Saxophon; Moritz Köther: Alt Saxophon; Bastian Duncker: Alt Saxophon – Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Elemi und Myrrhe

St. Elisabeth Kirche, Berlin Mitte

Incense of Music No. 15 – Video (excerpts)

Incense of Music No. 15
Ein olfaktorisches Konzert – 14. Mai 2017, 20 Uhr
YEK – Burnt Friedman: Electronics; Mohammad Reza Mortazavi:Tombak – Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Rosmarin und Opoponax
Palais im Roten Salon, Volksbuehne Berlin
Kamera: Rasmus Bell, Tim Novikov, Stefan Blahut, Fabio Dondero
Video: Fabio Dondero

Incense of Music Nr. 20: Thimios Atzakas in Belgrad

Incense of Music Nr. 20
Ein olfaktorisches Konzert – 29. Juni 2017, 20:30 Uhr
Dorcol Festival Beograd: Thimios Atzakas: Oud – Fabio Dondero  (Incense burning): White Sage.Jazz Club „Mihailo Misa Blam“, Kralja Petra, Belgrad, Serbia. Џез Клуб Миша Блам, Краља Петра 71, Београд, Србија 11000 Serbia, LINK DORCOL FESTIVAL „Incense of Music Nr. 20: Thimios Atzakas in Belgrad“ weiterlesen

Copal

Unsere gesellige schamanische Zusammenkunft am morgigen Abend steht unter peruanisch-argentinischen Vorzeichen. Wir verräuchern dazu Copal Oro aus Guatemala ergänzt durch zwei Unzen Copal Negro aus Peru und Copal Pom aus Mexiko. Wir sind sehr gespannt auf die Interaktion unserer Melange mit den kammermusikalischen Mischfertigkeiten des Tango…

Das Wort „Copal“ entstammt dem Klassischen Nahuatl, einer Sprache, die sich als Verkehrssprache im 15. und 16. Jahrhundert in Zentralmexiko etablierte. Es bezeichnet verschiedene subfossile Harze von verschiedenen Pflanzenarten, die schon seit Jahrhunderten in den vorspanischen Kulturen Mittel- und Südamerikas bei Opferritualen, zu Reinigungszwecken, in geselligen Zusammenkünften und religiösen Zeremonien sowie bis zum heutigen Tag als Weihrauchersatz in der Kirche verräuchert werden.

Herzlich Willkommen im Roten Salon!

Copalräucherung auf einem Marktstand am Tag der Toten in Santiago Tianguistenco, Mexico

Incense of Music Nr. 19: Beytelmann, Bohórquez & Bohórquez

Incense of Music Nr. 19
Ein olfaktorisches Konzert – 18. Juni 2017, 20 Uhr, Einlass 19 Uhr
TANGO ARGENTINO: Gustavo Beytelmann: Klavier; Oscar Bohórquez: Geige; Claudio Bohórquez: Cello – Musik von Astor Piazolla und Gustavo Beytelmann – Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Palo Santo und Copal Oro. Roter Salon in der Volksbuehne, LINK VOLKSBUEHNE

„Wenn der Tango sich nicht verändert,
verkommt er zu einem Musikmuseum
und hört auf, Volksmusik zu sein.“

Zum Konzert verräuchern wir Copal Oro aus Guatemala und Palo Santo aus Peru. „Incense of Music Nr. 19: Beytelmann, Bohórquez & Bohórquez“ weiterlesen