Incense of Music Nr. 21 – People of the Wind, Filippou

Incense of Music Nr. 21 – Ein olfaktorisches Konzert – 13. Oktober 2017, 19:00 Uhr – PEOPLE OF THE WIND – James Wylie: Saxophon; Fausto Sierakowski: Saxophon; Alexandros Rizopoulos: Perkussionen + Evi Filippou: Perkussionen – Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Sandelholz und amerikanische Zeder. Biergarten Jockel, Ratiborstrasse 14c, 10999 Berlin

Wir freuen uns das Konzert Nr. 21 von Incense of Music anzukündigen, diesmal im Biergarten Sockel in Kreuzberg: ein Doppelprogramm mit grossartigen Künstler, die Musik aus Süd Europa/ dem Mittleren Osten und Jazzimprovisationen präsentieren werden. Wie üblich werden wir dabei exzellente Pflanzen räuchern, diesmal Sandelholz und amerikanische Zeder.

PEOPLE OF THE WIND

 

Die Saxophonisten Fausto Sierakowski (Frankreich) und James Wylie (Neuseeland) gründeten zusammen mit dem Perkussionisten Alexandros Rizopoulos (Griechenland) das Trio People of the Wind in Thessaloniki im Jahr 2016, um die musikalischen Traditionen des Balkans und des Nahen Ostens mit ihrem primären Instrument zu interpretieren, das Saxophon. Die Anpassung der musikalischen Sprachen des Ostens an ein westliches Instrument wie das Saxophon ist die Frucht ihrer Leidenschaft für diese Klänge. Die Musiker, fasziniert von dieser Musik und ihren traditionellen Gesellschaften, stellen mit ihrer Bearbeitung eine Frage im Raum: was ist die Rolle der Musik in unseren jeweiligen Kulturen? Mit einem sich ständig weiterentwickelnden Repertoire konzentriert sich dieses Konzert auf Musik, die vom Duo von Daouli (Perkussionen) und Zurna (Trichteroboe) inspiriert ist. Diese Instrumentierung findet man in traditionellen Zeremonien von Griechenland bis Iran. Dieses Repertoire zielt nicht nur darauf ab, Anpassungen von traditionellen Stücken vorzustellen, möchte darüber hinaus auch andere traditionelle Melodien und Originalkompositionen mit dieser Instrumentierung neu interpretieren, und dabei hoffen, unser eigenes musikalisches Erbe zu konfrontieren, zu bereichern und zu erneuern.

James Wylie wuchs in Wellington auf, studierte bis 2010 Jazz Saxophone am New England Conservatory in Boston bevor er 2011 nach Berlin zog. Er trat mit Anthony Coleman, Gunther Schuller, Hayden Chisholm, Max Andrzejewski, Thimios Atzakas, Antonis Anissegos, Michalis Siganidis, Elias Stemeseder, Sam Rivers, Wayne Shorter, Jonathan Crayford, Matthias Bauer, Jorrit Djikstra, Anna Webber, Bob Moses und Cecil McBee auf und wirkte bei mehreren CD Aufnahmen mit. Seit 2012 lebt er in Thessaloniki, wo er die Musik Griechenlands, des Irans, der Türkei und des Nahen Ostens studiert. Er spielt die Lyra und die iranische Kamancheh. Mit dem ‚Ziad Rajab Trio‘ trat er 2015 beim Musikfestival in Moers und dem Salzburger Jazz Festival auf. In Rom spielte er beim Errichetta Festival (2016) mit seinem Ensemble ‚Lost Cities‘, für das er selbst die Musik komponiert.

Fausto Sierakowski, in Paris geboren, in Rom aufgewachsen, studierte ab 2010 Contemporary Improvisation am New England Conservatory bevor er 2014 nach Berlin zog. Er trat mit Musikern wie Matt Moran, Anthony Coleman, Joe Morris, Tom Rainey, Satoshi Takeshi, Hayden Chisholm und Axel Dörner auf und wirkte bei einigen Studioaufnahmen mit. Seit 2016 studiert er in Griechenland bei Evgenios Voulgaris klassische, osmanische Musik. Er ist weiterhin Organisator des Errichetta Festivals (Rom).

Alexandros Rizopoulos (1982, Ioanina, Grecia) ist ein griechischer Schlagzeuger. Er studierte mit Zohar Fresco, Nikos Vargiamidis, Elias Papadopoulos und Sokratis Sinopoulos an der Makedonia Universität in Thessaloniki. Neben der akademischen Ausbildung hat er mit renommierten Familien traditioneller Musiker aus ganz Griechenland gelernt und aufgeführt. Er hat mit seinen eigenen Projekten (Motel Selenik, Motivasyon, Alenti Trio, Zurlia Trio, Marakaibo und Lizeta Kalimeri) in der Türkei, Spanien, Serbien, Italien, Holland, Frankreich, Ungarn, Brasilien und in den bedeutendsten Konzerthallen Griechenlands gespielt.

 Evi Filippou

 

Evi Filippou begann im Alter von 7 Jahren Schlagzeugunterricht zu nehmen. Im Jahr 2009 gab sie ihr erstes Konzert in Athen mit einem Stipendium der Freunde der Musik. Zwei Jahre später schloss sie mit einem ersten Preis und zog nach Berlin, um ihr Bachelor-Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler zu starten. Sie spielte u.a. mit dem Bolshoi-Ballet Orchestra, dem Cyprus Symphony Orchestra und dem Orchester des Konzerthauses Berlin. Evi ist ein Gründungsmitglied des Opera Lab Berlin, ein unabhängiges Ensemble, welches sich im Musiktheater spezialisiert hat, und mit dem Evi ein Stück von Salvatore Sciarrino in der Staatsoper Berlin uraufgeführt hat. Im Jahr 2015 hat sie ein Solokonzert in der Serie Welcome young Artists! in Athen gespielt. Zusammen mit dem Saxophonisten Hayden Chisholm gründete sie ein Duo, das zeitgenössische sowie Originalkompositionen spielt. Sie treten damit auf der ganzen Welt auf und haben soeben ihr Duo Album Blowslap aufgenommen. Evi spielt auch in vielen Pop-, Jazz- und Theaterprojekten mit.

SANDELHOLZ

Der Sandelholzbaum (Santalum album) ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae).Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieses Halbschmarotzers ist nicht sicher bekannt. Der Sandelholzbaum wird in vielen tropischen Gebieten angebaut und vielseitig genutzt. Der Sandelholzbaum wächst als immergrüner, kleiner Baum, der Wuchshöhen in Australien von bis zu 4 Metern und in Indien von bis zu 20 Metern erreicht. Der zylindrische Stamm kann einen Umfang von über 1,5 Metern erreichen. Das natürliche Verbreitungsgebiet von Santalum album reicht nach Angaben der IUCN von Indien (Karnataka, Tamil Nadu) über China und den Philippinen bis zu den Kleinen Sundainseln. Santalum album gedeiht im natürlichen Verbreitungsgebiet weit verstreut in laubabwerfenden Trockenwäldern. Anbaugebiete des Sandelholzbaumes gibt es heute in vielen tropischen Gebieten, beispielsweise auf Sri Lanka, im südlichen Indien, in China, Taiwan, Australien und Indonesien. Das Sandelholz ist hoch geschätzt für seinen Duft und wird zur Herstellung von Parfüms und Kosmetika verwendet. Aus dem Kernholz wird das Sandelholzöl destilliert. Das Holz wird für Schnitzarbeiten geschätzt. Ein ätherisches Öl wird aus den unterirdischen Pflanzenteilen und dem Kernholz extrahiert. Sandelholzöl wird in Parfüms, Kosmetika, Seifen und für medizinischen Anwendungen verwendet. Holzspäne dienen als Räuchermittel. Das Kernholz findet wegen des enthaltenen Sandelholzöls zur Parfümherstellung und als Räuchermittel für religiöse Zeremonien Verwendung. Hauptproduzent des Sandelholzes ist Indien. Infolge des Raubbaues sind die Preise für das Holz zwischen 1990 und 2009 von 3800 Euro pro Tonne auf 85000 Euro gestiegen.

Weihrauchzeder

Die Weihrauchzeder, Kalifornische Weihrauchzeder oder Kalifornische Flusszeder (Calocedrus decurrens) bildet eine der vier Arten der Gattung der Weihrauchzedern (Calocedrus). Kennzeichen dieser Art sind die aus sechs Schuppen aufgebauten, länglichen, einjährigen Zapfen, die Thujen-ähnlichen Zweige und die orangefarbene, längsrissige Borke älterer Bäume. Die Weihrauchzeder fällt durch mächtige, säulenartige Stämme auf, im Freistand zudem durch schmale, bis zum Boden reichende dichte Kronen. Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst die US-amerikanischen Bundesstaaten Kalifornien und Oregon sowie den mexikanischen Bundesstaat Baja California. Die Weihrauchzeder ist in den Vereinigten Staaten Hauptlieferant für Holz, das zur Herstellung von Bleistiften verwendet wird.  Die Weihrauchzeder ist ein immergrüner Baum und erreicht Wuchshöhen von 60 und mehr Metern, als Maximum werden 69 Meter angegeben. In großen Höhenlagen bleiben die Bäume klein oder wachsen strauchartig. Die Weihrauchzeder erreicht ein hohes Alter von 300 bis 500 Jahren, auch ältere Bäume mit einem Alter bis 1000 Jahre sind belegt. Sie zählt jedoch zu den eher langsam wachsenden Bäumen.

Incense of Music No. 19 – Video (excerpts)

Oscar Bohórquez, vl; Claudio Bohórquez, vc; Gustavo Beytelmann, p.
Incense of Music No. 19, Volksbuehne, Roter Salon – 18.6.2017
Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Copal Oro und Palo Santo
Video: Fabio Dondero

Incense of Music No. 18 – Video

Ein olfaktorisches Konzert – 27. Mai 2017, 13 Uhr

Damaskus-Berlin: Nabil Hilaneh: Oud, Maria Magdalena Wiesmaier: Cello; Ugarit Trio: Nabil Hilaneh: Oud, Mevan Younes: Buzuq, Mohamad Fityan: Nay, Kawala, George Saade: Perkussionen – Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Wacholder und Weihrauch

St. Elisabeth Kirche, Berlin Mitte

Incense of Music No. 16 – Video

Love in Numbers, Werke von H. Chisholm . Elemi Saxophone Quartet:Christian Weidner: Alt Saxophon; Philipp Gerschlauer: Alt Saxophon; Moritz Köther: Alt Saxophon; Bastian Duncker: Alt Saxophon – Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Elemi und Myrrhe

St. Elisabeth Kirche, Berlin Mitte

Incense of Music No. 15 – Video (excerpts)

Incense of Music No. 15
Ein olfaktorisches Konzert – 14. Mai 2017, 20 Uhr
YEK – Burnt Friedman: Electronics; Mohammad Reza Mortazavi:Tombak – Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Rosmarin und Opoponax
Palais im Roten Salon, Volksbuehne Berlin
Kamera: Rasmus Bell, Tim Novikov, Stefan Blahut, Fabio Dondero
Video: Fabio Dondero

Incense of Music Nr. 20: Thimios Atzakas in Belgrad

Incense of Music Nr. 20
Ein olfaktorisches Konzert – 29. Juni 2017, 20:30 Uhr
Dorcol Festival Beograd: Thimios Atzakas: Oud – Fabio Dondero  (Incense burning): White Sage.Jazz Club „Mihailo Misa Blam“, Kralja Petra, Belgrad, Serbia. Џез Клуб Миша Блам, Краља Петра 71, Београд, Србија 11000 Serbia, LINK DORCOL FESTIVAL „Incense of Music Nr. 20: Thimios Atzakas in Belgrad“ weiterlesen

Copal

Unsere gesellige schamanische Zusammenkunft am morgigen Abend steht unter peruanisch-argentinischen Vorzeichen. Wir verräuchern dazu Copal Oro aus Guatemala ergänzt durch zwei Unzen Copal Negro aus Peru und Copal Pom aus Mexiko. Wir sind sehr gespannt auf die Interaktion unserer Melange mit den kammermusikalischen Mischfertigkeiten des Tango…

Das Wort „Copal“ entstammt dem Klassischen Nahuatl, einer Sprache, die sich als Verkehrssprache im 15. und 16. Jahrhundert in Zentralmexiko etablierte. Es bezeichnet verschiedene subfossile Harze von verschiedenen Pflanzenarten, die schon seit Jahrhunderten in den vorspanischen Kulturen Mittel- und Südamerikas bei Opferritualen, zu Reinigungszwecken, in geselligen Zusammenkünften und religiösen Zeremonien sowie bis zum heutigen Tag als Weihrauchersatz in der Kirche verräuchert werden.

Herzlich Willkommen im Roten Salon!

Copalräucherung auf einem Marktstand am Tag der Toten in Santiago Tianguistenco, Mexico

Incense of Music Nr. 19: Beytelmann, Bohórquez & Bohórquez

Incense of Music Nr. 19
Ein olfaktorisches Konzert – 18. Juni 2017, 20 Uhr, Einlass 19 Uhr
TANGO ARGENTINO: Gustavo Beytelmann: Klavier; Oscar Bohórquez: Geige; Claudio Bohórquez: Cello – Musik von Astor Piazolla und Gustavo Beytelmann – Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Palo Santo und Copal Oro. Roter Salon in der Volksbuehne, LINK VOLKSBUEHNE

„Wenn der Tango sich nicht verändert,
verkommt er zu einem Musikmuseum
und hört auf, Volksmusik zu sein.“

Zum Konzert verräuchern wir Copal Oro aus Guatemala und Palo Santo aus Peru. „Incense of Music Nr. 19: Beytelmann, Bohórquez & Bohórquez“ weiterlesen

Palo Santo

Palo Santo, Heiliges Holz, ist ein Sammelbegriff für verschiedene harzreiche Hölzer Mittel- und Südamerikas, die für Räucherungen verwendet werden. Besonders begehrt sind von altersher die in Peru und Ecuador gewachsenen Hölzer der Art Bursera graveolens. Diese Pflanze gehört zu den Balsambaumgewächsen und ist ein Verwandter von Weihrauch und Myrrhe. Wir verräuchern sie durch einfaches Anglühen eines größeren Holzstücks mit der Flamme.

Palo Santo dient zur Reinigung von Körper und Haus. Die Inka setzten es gegen Atemwegs- und Ohrenentzündungen ein und mischten es mit Mate und den Federn des Nandu.

Bursera graveolens wirkt psychisch stimulierend und leicht euphorisierend, gewährt Schutz vor Zauberei und bösen Geistern. Neben ihren ohren- und atemwegsbefreienden Qualitäten wird die Pflanze traditionell zur Reinigung von der mala energia eingesetzt. Die Naporuna im Amazonastiefland von Ecuador verwenden sie bis heute als Mittel gegen mal aire, die Krankheit des springenden Bauchnabels.

Incense of Music Nr. 18: Damaskus Berlin, Ugarit Trio bei Zeig Dich!

Ein olfaktorisches Konzert – 27. Mai 2017, 13 Uhr – „Ugarit“ – Syrische Klassik trifft auf barockes Cello: Damaskus-Berlin: Nabil Hilaneh: Oud, Maria Magdalena Wiesmaier: Cello; Ugarit Trio: Nabil Hilaneh: Oud, Mevan Younes: Buzuq, Mohamad Fityan: Nay, Kawala, George Saade: Perkussionen – Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Wacholder und WeihrauchZeig Dich!, Evangelischer Kirchentag 2017, St. Elisabeth Kirche, Berlin Mitte

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Incense of Music No. 17 – Lubbe, Filippou bei Zeig Dich!

Ein olfaktorisches Konzert, 26. Mai 2017, 13 Uhr „Ekurhuleni“: Afrikanische Obertöne, klassische Viola und griechische Rhythmen.  Gareth Lubbe (Viola, Obertongesang), Evi Filippou (Perkussion) – Fabio Dondero und Dominik Breider (Incense burning): Lorbeer und Weißer Salbei, Zeig Dich!, Evangelischer Kirchentag 2017, St. Elisabethkirche, Berlin Mitte „Incense of Music No. 17 – Lubbe, Filippou bei Zeig Dich!“ weiterlesen